Sören, Alterwasser und ein Fußball im Baum
Da bin wieder - in der guten alten Heimat. Gestern bin ich in Hamburg angekommen, heute bin ich über 6 Stunden nach Hause gefahren. (Nate kommt leider erst am 8. Juni in Hamburg an.)
Weil ich gestern keinen Internetanschluss hatte, schreibe ich meine Gedanken von gestern eben heute in das Blog ;) Hier sind sie:
Schicke Typen, die sich über den Service in der 1.(!) Klasse beschweren, riechende Füße des Nachbarn auf dem nächsten Flug, ein untröstlich schreiendes Baby... das war meine Reise nach Amsterdam. Dort war dann ein netter Passkontrolleur, der mir allerdings verschmitzt bescheinigte, dass die WM "bestimmt ganz schrecklich" (heißt chaotisch) wird. Dann ein Mann im Damenklo (der aber nur sauber machte) - in Amiland eine Unmöglichkeit. (Mir persönlich aber egal.) - Wieder in Europa :)
In unserem Zimmer angelangt, inspizierte ich erstmal kurz das deutsche Fernsehprogramm (erst die Nachrichten, dann "Zoo Berlin"), in dem ich viel über Schildkröten, das Essen von Vampirfledermäusen (reines Rinderblut "ohne Konservierungsstoffe und von Kühen, die keine Antibiotika bekommen", "Lecker!" - der Pfleger sprach wie ein Gourmetkoch... igitt!) und Sören, das Yak lernte. (Sören wurden die Augen "geöffnet": er erhielt wieder mal nach einem Jahr einen Haarschnitt, aber nur über den Augen.)
Falls ihr nicht wisst, was ein Yak ist: das ist ein Yak (aber nicht Sören). Yaks leben meist in Tibet. Dieses hier kann sehen, aber es ist ansonsten bestimmt nicht so glücklich...

Dann machte ich mich auf, die Gegend hier (Hamburg, Stadtteil Altona) ein bisschen zu erkunden. So fand ich eine hübsche Fußgängerzone mit neuen, alltäglichen Geschäften, aber auch kleinen Geschäften, die für die muliti-kulti Bevölkerung hier typischer sind: Dönerläden, Teppichhändler, "Türk Hava Yollan" (eine türkische Fluglinie), "Tercüme Bürosu" (eine Übersetzungsagentur), ein Sportwettenladen und ein Antiquariat. So leistete ich mir ein "Alsterwasser", das teurer war als ein Döner. Mit "Radler" kann hier übrigens niemand was anfangen... nur ein Türke, der früher mal "in der DDR" gelebt hat, und deren Pass er angeblich nicht gern hergab! ;), konnte mir aus der Patsche helfen und so kam ich zu meiner genüsslichen Erfrischung bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen - entgegen allen Unkenrufen übrigens! Kinder spielten neben dem Café auf einem kleinen Platz mit einem Frisbee-ähnlichen Flugkörper, und ein hämisches "Nicht getroffen - ei, besoffen!" blieb einem von ihnen vom anderen nicht erspart. ;)
Dann schaute ich noch in das Antiquariat, das von oben bis unten so mit Büchern vollgestopft war, dass man fast keinen Platz zum Schmökern hatte! So ging ich letztendlich mich "Momo", das ich gleich im Eingang in einem Stapel entdeckt hatte, was auch das Wohlwollen des etwas grummeligen Ladenbesitzers fand. (Ich kam mir fast ein bisschen vor wie Bastian in der Buchhandlung in der "Unendlichen Geschichte", die ja auch von Michael Ende geschrieben wurde...)
Weiter ging's in Richtung Elbufer, wo es auch einen kleinen Sandpark mit Liegestühlen und Strandgeträngen (Cocktails) gibt; das ganze nennt sich "Altona del mar". Sah lustig aus: blasse Deutsche, die in Liegestühlen lagen und in langärmligen Pullis versuchten, etwas Sonne (die hier ja sehr lange scheint!) zu erhaschen. ;)
Dann habe ich mich verlaufen, aber ein paar türkische Jugendliche halfen mir weiter. Sie waren selbst auch in einer etwas unglücklichen Lage: sie hatten ihren Fußball dummerweise in einen Baum geschossen hatten, wo er dann festhing. Aber durch gezielte Steinwürfe konnten sie ihn befreien. (Dialog: Ich: "Seid vorsichtig, ihr verletzt vielleicht noch jemanden!" - "Ach, das passiert hier immer mal.")
So, und für die deutsche Mannschaft sieht's gut aus: "wir" haben heute gegen Columbien mit drei wunderschönen Toren gewonnen! :)

0 Comments:
Post a Comment
<< Home