Thursday, February 14, 2008

Ein neues Mitglied in der Saunders-Familie...

Nun ist es offiziell: seit Dienstag wohnen in der Seelingstraße 41 in Berlin drei Saunders: Nathan, Sophia und Constanze. Ja, ich habe Nate ein Valentinstagsgeschenk gemacht und in einer sehr nüchternen und eher spontenen Aktion meinen Mädchennamen abgelegt und seinen endlich angenommen. So hatte ich ihm das eigentlich bei der Hochzeit versprochen: erst einmal noch Göbel wollte ich heißen, aber sobald wir ein Kind hätten würde ich seinen Namen annehmen. So sind wir dann nun alle drei am Dienstag aufs Standesamt nach Berlin-Mitte gefahren (die sind für alle Ehen zuständig, die im Ausland geschlossen werden) und dort haben wir unsere Heiratsurkunde und Pass bzw. Ausweis vorgelegt und eine halbe Stunde und jeweils eine Unterschrift später hatte ich einen neuen Namen! Ganz unspektakulär!

So bin ich dann am nächsten Morgen aufgewacht und habe mich wie ein neuer Mensch gefühlt! Nee, nicht wirklich ;) Aber Passfotos machen musste ich, damit ich jetzt meine Dokumente neu beantragen kann. Und meine Unterschrift muss ich auch noch ein bisschen üben. :) Und ich muss glaube ich nicht hinzufügen, dass sich die Schwiegereltern gefreut haben wie die Zaunkönige :)

Heute habe ich mal recherchiert, in welche Namensfamilie ich da eigentlich jetzt reingerutscht bin. Dank Antinas onomastischen Talenten wissen Nate und ich seit unserer Hochzeit (damals nämlich haben wir von ihr zwei "Namensurkunden" überreicht bekommen) bereits, dass "Saunders" (manchmal auch "Sanders") der Genitiv von (Alek)'sander' ist, also Alexanders Sohn... ist also ein antiker Name, sozusagen.
Ich habe unter meinen Namensvettern (im englischsprachigen Ausland) auch viele Politiker und Literaten gefunden.; aber die sind langweilig. Kuriosere Namensgefährten hingegen sind zum Beispiel ein Polarforscher, ein Ornithologe, eine Wörterbuchautorin, ein Hochsprung-Olympionik aus Bermuda, ein jamaikanischer Badminton-Spieler, ein amerikanisches Model und eine amerikanische "Schönheitskönigin" (alles laut Wikipedia).
Mein Lieblingsnamensvetter ist jedoch Nicholas Saunders, ein so genannter "Alternativer" im letzten Jahrhundert, der wohl alles mal ausprobiert hat: Hausbesetzung, Spiritualismus, Hippie-VW-Bus-Reisen, kommerzielle Selbstständigkeit und Drogenkonsum. Alle diese Dinge beschrieb er dann in verschiedenen Ratgebern (u. a. "E for Ecstacy") und gründete die wertvolle Webseite "ecstacy.org". Leider musste ich in dem Wikipedia-Eintrag auch lesen, dass er 1998 bei einem Autounfall ums Leben kam - was mich allerdings nicht wundert. Er kommt mir ein bisschen wie ein "beatnik" vor, und solche Dinge kamen bei denen glaube ich öfters mal vor... "At the time of his death he was researching the use by peoples in various parts of the world of psychoactive drugs as part of traditional social rituals." Das dazu.

Schade nur - wenn wir noch ein Kind bekommen, und es wird ein Junge, hätte Nicholas eigentlich gut geklungen. Jetzt überleg ich mir das nochmal... :)

1 Comments:

At 4:55 AM, Blogger Nikki said...

Hey, "Nicholas" gets Nik's vote. ;)

So wow, you're Conny Saunders, now! Congratulations -- I never knew you guys had planned on taking the same name eventually. I'm sure it certainly makes things easier; but how will your American students ask for "Professor Go-Bell", now??

 

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